Das Tramprennen

Seit 2008 findet jährlich das sogenannte Tramprennen statt, bei dem über 100 Reiselustige ausschließlich per Anhalter quer durch Europa reisen. Interessiere können sich mit ihrem Team, bestehend aus zwei bis drei Personen, auf der Homepage anmelden, um dann im August zwei Wochen lang die Möglichkeit zu haben, viele neue Menschen, Orte und Geschichten kennenzulernen und gleichzeitig mit anderen Teams zu wetten, wer schneller von A nach B kommt.

Ziele und Mission

Ziele und Mission - Das Tramprennen

Das Tramprennen zielt nicht darauf ab, möglichst schnell von einem Ort zum anderen zu hetzen. Vielmehr geht es darum, dass der Weg das Ziel ist und die Augen immer offen gehalten werden für die Schönheit dieser Erde und der Menschen, die auf ihr leben. Die Werte, auf denen das Tramprennen aufgebaut ist, sind Freundschaft, soziales Engagement, kultureller Austausch und natürlich das Trampen.

Die Aktion soll die Augen dafür öffnen, dass das Reisen per Anhalter eine nützliche, bereichernde und gesellschaftlich anerkannte Reiseform ist bzw. werden soll. Vor allem das Zusammenkommen mit fremden Menschen und die Schonung der Umwelt stehen dabei im Vordergrund. Die Erlebnisse während des Trampens sind intensiver und weitaus prägender, als eine klassische Reise per Flugzeug, Bus oder Zug.

Die Etappen und Punkteverteilung

Die Etappen und Punkteverteilung - Das Tramprennen

Dem Ziel nähern sich die Teams über sechs Etappen schrittweise an. Bei jeder Zwischenetappe wird mindestens ein Tag Pause eingelegt, um genug Zeit dafür zu haben, den Ort zu erkunden, neue Leute zu treffen und schöne Erinnerungen zu sammeln. Auch auf fehlende Teams wird dabei gewartet, denn beim Tramprennen geht es nicht darum zu gewinnen. Jeder Teilnehmer gewinnt auf seine ganz persönliche Weise, indem er neue Erfahrungen sammelt, tolle Ort besucht und mit fremden Menschen in Kontakt kommt. Trotzdem werden jedem Team für das Erreichen einer Etappe Punkte gutgeschrieben, und es besteht weiterhin die Möglichkeit, Punkte für besondere Aktionen unterwegs zu sammeln. Eine Route wird dabei gleichzeitig von neun bis zehn Teams bereist, also von ca. 20 bis 30 Menschen.

Nach Erreichen der letzten Etappe kommen alle Teams an einem gemeinsamen Zielort zusammen, an dem die Punkte ausgezählt werden und das Gewinnerteam ermittelt wird. Jedoch gibt es nicht, wie bei anderen Wettbewerben, etwas Materielles zu gewinnen, sondern lediglich Ruhm und Anerkennung von den anderen Teams, Unterstützern und Spendern. Das gemeinsame Erreichen des Ziels steht dabei im Vordergrund, und alle Teams feiern sich gegenseitig für die erfolgreiche Teilnahme am Tramprennen.

Vor und während des Rennens sammeln die Teilnehmer am Tramprennen außerdem Spenden und Aufmerksamkeit für eine gemeinnützige Organisation ihrer Wahl. Dabei wurden schon die unterschiedlichsten Organisationen wie zum Beispiel Sea Watch, Viva con Agua oder Pro Asyl unterstützt.

Seinen Anfang nahm das Tramprennen übrigens schon im Jahr 2006, als zwei der Organisatoren auf einer Reise per Daumen von anderen Trampern immer wieder überholt wurden, ohne sie jemals zu treffen.

Das klassische Trampen

Als Trampen oder per Anhalter fahren wird das kostenlose Mitreisen in einem fremden Auto bezeichnet. Der Mitfahrwunsch wird dabei vom Straßenrand aus entweder mit einem nach oben gestreckten Daumen oder eigens für die Fahrt beschrifteten Schildern, wie beispielsweise dem Wunschzielort, signalisiert.

Geschichte des Trampens

Das Trampen in Deutschland begann bereits in den 1920er Jahren unter bündischen Jugendlichen, die es als kostenlose Reisemöglichkeit nutzten. Ihren Höhepunkt erreichte diese Form des Reisens in den 1960er- und 1970er-Jahren, als viele junge Leute der Hippie-Generation, die die freie Mitfahrmöglichkeit stets als Abenteuer sahen und gerne neue Leute kennenlernen wollten, quer durch das Land trampten.

Vor allem in der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre ging die Zahl der Tramper stark zurück, was auf den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrsnetzes, Billigairlines und die Verbreitung von Autos zurückzuführen ist.

Seit 2007 wird es über verschiedene Projekte und durch Gesellschaften, wie zum Beispiel Abgefahren e.V., versucht, das Trampen wieder populärer zu machen. So gibt es nun regelmäßige Trampertreffen, bei denen Erfahrungen ausgetauscht werden. Und seit 2008 wird sogar eine jährlich stattfindende Trampermeisterschaft ausgetragen.

Regeln des Trampens

Max Reitmeyer, deutscher Meister des Trampens, erzählt in diesem Artikel der Zeit von seinen Erfahrungen aus mehr als einhundert Mal Trampen. Darin rät er unter anderem, nicht in jedes Auto einzusteigen, einen aktuellen Straßenatlas aus Papier mitzuführen und ein großes Zeitpolster einzuplanen.

Im Jahr 2016 gewann er den Titel „Deutscher Trampmeister 2016“, indem er unter 50 Teilnehmern am schnellsten von Hamburg nach Fyn, einer Ostsee-Insel in Dänemark, trampte. Er benötigte für die Strecke sechs Stunden und saß in sechs verschiedenen Autos. Insgesamt ist Max Reitmeyer schon durch 40 verschiedene Länder getrampt und lernte dabei die unterschiedlichsten Menschen kennen. So ist er schon sowohl bei reichen Firmenchefs als auch bei einer vierköpfigen türkischen Familie mitgefahren und rät jedem, es auch einfach mal zu versuchen.

P+R-Parkplätze

Vor allem an Verkehrsknotenpunkten oder in unmittelbarer Nähe von Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs trifft man auf sogenannte P+R-Parkplätze. Die Kürzel P+R stehen dabei für Parken und Reisen.  Damit haben Reisende die Möglichkeit, ihre Autos, Motorräder oder Fahrräder abzustellen, um Fahrgemeinschaften zu bilden oder die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, um ohne Stau und Parkplatzprobleme in die Innenstadt oder zur Arbeit zu gelangen.

ptimierende Verkehrsplanung

ptimierende Verkehrsplanung - P+R-Parkplätze

Ziel der P+R-Parkplätze ist, neben der Verringerung der Autos im Stadtverkehr, vor allem auch der Schutz der Umwelt. Gerade bei Festen, Konzerten oder Sportveranstaltungen sollen die Anreisenden dazu ermutigt werden, ihre Autos voll zu besetzen und damit eine angenehmere Anfahrt für alle Besucher der Veranstaltungen zu gewährleisten. Die Parkplätze sind in Autobahnnähe meist kostenlos. Bei P+R-Parkplätzen in der Nähe von Bahnhöfen ist meist eine geringe Gebühr für die Tagesnutzung fällig. Baulich unterscheiden sie sich nicht von anderen Parkeinrichtungen, wie zum Beispiel einer Tiefgarage oder einem Parkhaus. Die Höchstparkdauer liegt bei Parkplätzen mit einem direkten Anschluss zum öffentlichen Nahverkehr meist bei 24 Stunden.

Eine Ausnahme bilden die Parkplätze an Flughäfen, bei denen in diesem Zusammenhang von Parken und Fliegen (P+F) die Rede ist. Dort kann das Parken über mehrere Wochen schnell teurer werden, als der eigentliche Urlaub. Ein Zwei-Wochen-Ticket bewegt sich dabei, je nach Flughafen, zwischen 25 und 564 Euro.

Kritik

Das Konzept der P+R-Parkplätze stand schon des Öfteren in der Kritik. Unter anderem wurde bemängelt, dass manche Parkplätze zu teuer sind, um einen Anreiz zur Nutzung zu schaffen. Des Weiteren bringen die meist zwei- bis dreihundert Parkplätze in der Nähe eines Bahnhofes nur eine sehr geringe Verbesserung der Verkehrsentlastung. Wenn jedes dort geparkte Auto im Schnitt mit maximal 1,5 Personen besetzt ist, schaffen die Parkplätze an einem Werktag eine maximale Entlastung von 450 Personen, während sich die Zustiege der Pendler am Bahnhof täglich im vierstelligen Bereich bewegen.