Das klassische Trampen

Als Trampen oder per Anhalter fahren wird das kostenlose Mitreisen in einem fremden Auto bezeichnet. Der Mitfahrwunsch wird dabei vom Straßenrand aus entweder mit einem nach oben gestreckten Daumen oder eigens für die Fahrt beschrifteten Schildern, wie beispielsweise dem Wunschzielort, signalisiert.

Geschichte des Trampens

Das Trampen in Deutschland begann bereits in den 1920er Jahren unter bündischen Jugendlichen, die es als kostenlose Reisemöglichkeit nutzten. Ihren Höhepunkt erreichte diese Form des Reisens in den 1960er- und 1970er-Jahren, als viele junge Leute der Hippie-Generation, die die freie Mitfahrmöglichkeit stets als Abenteuer sahen und gerne neue Leute kennenlernen wollten, quer durch das Land trampten.

Vor allem in der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre ging die Zahl der Tramper stark zurück, was auf den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrsnetzes, Billigairlines und die Verbreitung von Autos zurückzuführen ist.

Seit 2007 wird es über verschiedene Projekte und durch Gesellschaften, wie zum Beispiel Abgefahren e.V., versucht, das Trampen wieder populärer zu machen. So gibt es nun regelmäßige Trampertreffen, bei denen Erfahrungen ausgetauscht werden. Und seit 2008 wird sogar eine jährlich stattfindende Trampermeisterschaft ausgetragen.

Regeln des Trampens

Max Reitmeyer, deutscher Meister des Trampens, erzählt in diesem Artikel der Zeit von seinen Erfahrungen aus mehr als einhundert Mal Trampen. Darin rät er unter anderem, nicht in jedes Auto einzusteigen, einen aktuellen Straßenatlas aus Papier mitzuführen und ein großes Zeitpolster einzuplanen.

Im Jahr 2016 gewann er den Titel „Deutscher Trampmeister 2016“, indem er unter 50 Teilnehmern am schnellsten von Hamburg nach Fyn, einer Ostsee-Insel in Dänemark, trampte. Er benötigte für die Strecke sechs Stunden und saß in sechs verschiedenen Autos. Insgesamt ist Max Reitmeyer schon durch 40 verschiedene Länder getrampt und lernte dabei die unterschiedlichsten Menschen kennen. So ist er schon sowohl bei reichen Firmenchefs als auch bei einer vierköpfigen türkischen Familie mitgefahren und rät jedem, es auch einfach mal zu versuchen.

P+R-Parkplätze

Vor allem an Verkehrsknotenpunkten oder in unmittelbarer Nähe von Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs trifft man auf sogenannte P+R-Parkplätze. Die Kürzel P+R stehen dabei für Parken und Reisen.  Damit haben Reisende die Möglichkeit, ihre Autos, Motorräder oder Fahrräder abzustellen, um Fahrgemeinschaften zu bilden oder die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, um ohne Stau und Parkplatzprobleme in die Innenstadt oder zur Arbeit zu gelangen.

ptimierende Verkehrsplanung

ptimierende Verkehrsplanung - P+R-Parkplätze

Ziel der P+R-Parkplätze ist, neben der Verringerung der Autos im Stadtverkehr, vor allem auch der Schutz der Umwelt. Gerade bei Festen, Konzerten oder Sportveranstaltungen sollen die Anreisenden dazu ermutigt werden, ihre Autos voll zu besetzen und damit eine angenehmere Anfahrt für alle Besucher der Veranstaltungen zu gewährleisten. Die Parkplätze sind in Autobahnnähe meist kostenlos. Bei P+R-Parkplätzen in der Nähe von Bahnhöfen ist meist eine geringe Gebühr für die Tagesnutzung fällig. Baulich unterscheiden sie sich nicht von anderen Parkeinrichtungen, wie zum Beispiel einer Tiefgarage oder einem Parkhaus. Die Höchstparkdauer liegt bei Parkplätzen mit einem direkten Anschluss zum öffentlichen Nahverkehr meist bei 24 Stunden.

Eine Ausnahme bilden die Parkplätze an Flughäfen, bei denen in diesem Zusammenhang von Parken und Fliegen (P+F) die Rede ist. Dort kann das Parken über mehrere Wochen schnell teurer werden, als der eigentliche Urlaub. Ein Zwei-Wochen-Ticket bewegt sich dabei, je nach Flughafen, zwischen 25 und 564 Euro.

Kritik

Das Konzept der P+R-Parkplätze stand schon des Öfteren in der Kritik. Unter anderem wurde bemängelt, dass manche Parkplätze zu teuer sind, um einen Anreiz zur Nutzung zu schaffen. Des Weiteren bringen die meist zwei- bis dreihundert Parkplätze in der Nähe eines Bahnhofes nur eine sehr geringe Verbesserung der Verkehrsentlastung. Wenn jedes dort geparkte Auto im Schnitt mit maximal 1,5 Personen besetzt ist, schaffen die Parkplätze an einem Werktag eine maximale Entlastung von 450 Personen, während sich die Zustiege der Pendler am Bahnhof täglich im vierstelligen Bereich bewegen.